The power of "Nein, danke!"

Kein klarer Gedanke, nur Nebel im Kopf. Ich sollte längst ein Schmetterling sein. Stattdessen Rauchschwaden. In mir tobt Schwelbrand und mir ist nach mehreren Löschzügen. Nach einem Schmetterling klingt mir das nicht. Ich verlasse meine innere Romantik-Straße und gönne mir eine Rast auf einem Parkplatz namens Wahrheit. Wenn ich ehrlich zu mir bin, bin ich gerade überfordert. Oder besser: Mir macht Angst, dass mich mein Mut vor einiger Zeit mit Tempo 1000 rechts überholt hat. 

 

Ein ernstes und großes Projekt entsteht gerade im Heimatgarten Liebe: Wir möchten – so Gott und die Menschen wollen- der Natur ein Denkmal setzen. Eine Liebeserklärung machen, dafür dass sie so pur, so schön, so unendlich großzügig ist. Einen kreisförmigen Pavillon wollen wir bauen, aus alten dicken runden Kieferstämmen, die es in einem Sturm geschmissen hat. Mit einem Mandala-Dach, in dem das Licht aus der Mitte in den etwa 70 Quadratmetergroßen Raum fällt. 

 

Einen „Uckermärker Pantheon“ , denn er steht am Ortsausgang in dieser bevölkerungsärmsten Gegend Deutschlands. An Menschen ist die Gegend arm, an Schreiadlerpaaren, Kranichnistplätzen und Habichten reich.Ich bin verliebt in das Projekt. Andere vielleicht auch. Und wieder andere vielleicht nicht: Wenn wir es Ende August in die Welt setzen, weiß ich, dass es Resonanz geben wird. Eine mögliche Resonanz, mit der ich gerade leben lerne, ist: „Nein, danke“.  

Deine Entscheidungsfreiheit, dein Ja und auch Nein, ist genauso wertvoll wie meine geliebte Idee. 

So ist es. Schwellbrand gelöscht.

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