Heimat mit Stolpersteinen

Gut an einem Weg mit Stolpersteinen ist, dass man aufpasst, wo man hintritt.

 

Denke ich an Deutschland in der Nacht und  tagsüber ist diese Vorsicht immer dabei. Fast vierzig Jahre meines Lebens empfand ich es als Bürde, im Land des Holocaust geboren zu sein. Wie wird aus Schuld Verantwortung? Wie können meine Wurzeln stark sein und wachsen auf dem Boden, auf dem auch diese Vergangenheit stattgefunden hat? Wie kann ich von Herzen sagen: Das ist meine Heimat. Hier ist etwas, was ich liebe und mit dem ich verbunden bin.

 

 

Ein Grundstück in der Uckermark, das ich vor Jahren entdeckte, liebe ich. Der Ausblick, die Bäume, die Tiere, die Nachbarn, die Begegnungen: alles daran öffnet mein Herz. Ich fühle mich in dieser Weite zuhause, sie ist heilsam. Pures Sein. Ich gründete letztes Jahr mit 13 anderen Freigeistern einen Verein passend zum Grundstück, den wir Heimatgarten Liebe nennen. Weil ich lernen wollte, Heimat zu sagen, ohne mich zu schämen. Und ich den Garten liebevoll mit Anderen entwickeln wollte. Wie geht ein Miteinander über Gartenzäune und die Mauern im Kopf hinaus? In dieser Suche liegt für mich Heimat.  

 

 

Mit dem Verein wuchs die gemeinsame Aufgabe: Wir bauen einen Pavillon, einen Uckermärker Pavillon, um einen Raum zu schaffen für wesentliche Fragen des Miteinanders.  WIE ist Heimat? Welche Orte, Menschen, Taten, Talente, Worte, Gefühle, Gerüche, Geräusche... helfen mir, zur Ruhe zu kommen? Was stärkt meine Wurzeln? Was liebe ich wirklich zu tun?

 

Es gibt viele einzigartige Antworten auf diese Frage. Jede zählt. Schreib uns und schick ein Foto, das deine Antwort ist: Wie ist Heimat für dich?  Stichwort liebesheimat an heimatgarten.liebe@icloud.com

 

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