Was dahinter steckt

Pavillon: Die Bau-Etappen

Ein Mini-Pantheon voller Stille und Fokus

Ähnlich dem hier abgebildeten Mandala-Dach in Holzen bei Lüneburg fällt auch bei unserem Pavillon das Licht  mittig von oben in den runden Raum, der ca. 50 Quadratmeter groß ist. Der Lichteinfall schafft eine Mitte und einen Fokus, um dem sich Gruppen einfinden: Um gemeinsame Neue Projekte zu planen, zu tanzen, zu singen oder zu meditieren.

Etappe I: Erde

Während der Etappe "Erde" wird der Lehmabbau geplant, Hügelbeete und Erdkeller angelegt. Der Baugrund wird geebnet, die Fundamentgrube ausgehoben, die Bewässerung und ein Schilfbeet werden in der Umgebung des Pavillon eingebettet.

Die Baustelle wird eingerichtet, Gerüste und Geräte werden zu Verfügung gestellt. Diese Etappe endet mit dem Bau eines Lehmbackofens im Mai 2019.

Etappe II: Säulen

Die hundertjährigen Kiefern, die Holger bearbeitet hat, werden zum Grundstück transportiert. Die Grundkonstruktion mit Pfosten und Rähmhölzern wird aufgebaut, die Punktfundamente werden eingerichtet und die Säulen mit einem Kran aufgerichtet. Die Bauetappe endet mit einem gemeinsamen Tanz zur Einweihung der runden Bodenfläche im Juni 2019. 

Etappe III: Himmel

Das Gerüst und die Sicherung für das Mandala-Dach werden aufgebaut, um bei einer Probe die komplexe Statik zu verifizieren und am Boden nachzuarbeiten. Schließlich kann es aufgestellt und in der Höhe befestigt werden. Die Schalung und die Dampfbremse wird auf den Dachsparren angebracht und ein Holztragwerk aufgebaut, an der die obere Schalung befestigt wird.  Die Dämmebene wird abgedichtet und die Schüttdämmung wird eingebracht. Nach dem Abschluss der Belüftungsebene wird die Dachdeckung mit Teichfolie und Gründach abgeschlossen. Das Dach ist dicht! Das Richtfest wird im August gefeiert!

Die gemeinsame Aufgabe

 Der Verein Heimatgarten Liebe (e.V.)

 

Auf die eine oder andere Weise hat uns das Grundstück auf den Plan gerufen. Was uns verbindet, ist die gemeinsame Aufgabe, der Natur zuzuhören und entstehen zu lassen, was dort hinpasst und wachsen will.  

 

Da Jede und Jeder seinen eigenen Kopf hat, diskutieren wir wenig, sondern delegieren eher, was zum jeweiligen Talent und Interesse passt. Und uns interessiert alle "das Wie": Wie können wir etwas entstehen lassen, was keine reine Kopfgeburt ist, sondern den Gesetzen des Universums folgt ?  Wie lässt sich Neues Bewusstsein konkret und miteinander leben? Was ist mit Freiheit und Liebe, wenn wir an unsere persönlichen Themen und Engstellen kommen? Ein schöpferisches Miteinander ist eine hohe Kunst und wir sind bereit, jeden Tag dazu zu lernen. 

Was hat es mit dem Namen auf sich?

Heimat und Gemeinschaft sind für Deutsche keine unschuldigen Worte. Faschismus, Sozialismus, der Idealismus der deutschen Philosophen: Der -ismus sucht eine Lösung für Alles und Alle.

Und als Volk der Dichter und Denker haben wir das ganze Spektrum des Möglichen ausgelotet: Mit dem Nationalsozialismus sind wir beispiellos gescheitert. Und der Triumph, 1989 eine Mauer und Panzer besiegt zu haben, ist eher ein stiller. 

 

Es ist keinesfalls naiv, sondern sehr ausgereift, was den Sinn des Heimatgarten Liebe ausmacht:

Mit beiden Beinen auf der Erde lieben.

Den mir Fremden, Gegensätzlichen lieben. Und die uns anvertraute Natur, so dass die Verantwortung leicht fällt. Liebe kennt jeder aus innerer Erfahrung und sie ist eine wahre Heimat, die manchmal in Hektik und Angst verschüttet wird. 

Und ähnlich wie Kunst, ist Liebe schön und macht aber viel Arbeit. Als Menschen, die noch beweglicher sind als Bäume, können wir täglich und minütlich aus dem Alltagsberg hinauswachsen. Und mit jedem Sprung über den eigenen Schatten kommen wir dem Paradies auf Erden ein Stück näher. Nichts wird dabei ausgegrenzt und diesmal ist auch die Schlange mit dabei.